Interessante barrierearme Ausflüge

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Interessante barrierearme Ausflüge

Beitrag von Sophie Heinicke » 09.04.2026, 13:25

In diesem Teil des Forums könnten wir eine kleine Liste von lohnenswerten Ausflugszielen erstellen.

MEERESMUSEUM erlebbar

Beitrag von Sophie Heinicke » 09.04.2026, 13:27

Im MEERESMUSEUM Stralsund wird Inklusion sichtbar und konkret umgesetzt. Für blinde und sehbehinderte Besucher:innen stehen nun speziell angefertigte Reliefbücher zur Ausleihe bereit. Sie zeigen Außenansichten des Museums sowie ausgewählte Exponate und veranschaulichen diese anschaulich und tastbar. Alle Inhalte sind sowohl in Brailleschrift mit Reliefgrafiken als auch in Großdruck mit vereinfachten, kontrastreichen Darstellungen verfügbar.

Die Reliefbücher können auch bei spontanen Besuchen genutzt werden. Darüber hinaus sind begleitete Führungen möglich, die individuell auf die Bedürfnisse der Gäste eingehen.

Kürzlich durften Knut Schubert (Gebietsgruppe Stralsund des BSVMV) und Marie Schwartz (Assistentin der Landesgeschäftsstelle des BSVMV) bei den Dreharbeiten zum neuen taktilen Museumsführer mitwirken. Aus diesem Drehtag ist ein Film entstanden, der eindrucksvoll zeigt, wie barrierefreie Angebote im Museum genutzt werden können. Zu sehen sind unter anderem das Erkunden der Reliefbücher, tastbare Exponate sowie erklärende und fröhliche Momente des gemeinsamen Entdeckens.

Zu den besonderen Highlights zählen die Bronzeplastik der Lederschildkröte „Marlene“ in Originalgröße, ein gut ertastbarer Stammbaum sowie der Donnerkeil, der sowohl als Originalobjekt als auch im Reliefbuch ertastet werden kann.

Hier ist der Film in voller Länge ansehbar: https://www.fas-tv.de/video/21284.html

Weitere Informationen zu den barrierefreien Angeboten im MEERESMUSEUM: www.deutsches-meeresmuseum.de/meeresmuseum

Ein herzliches Dankeschön an Eva Klooth, Stephan Müller und Fotografin Anke Neumeister für die Einladung, den Dreh und die zur Verfügung gestellten Bildmaterialien.

Knut und Marie empfehlen den Besuch des MEERESMUSEUMs sowie des OZEANEUMs ausdrücklich.

Deutschlands erster Inklusionszoo: Der Tierpark Abensberg zeigt, dass Anderssein ganz normal ist

Beitrag von Sophie Heinicke » 05.09.2026, 15:42

Mitten im niederbayerischen Abensberg befindet sich ein Tierpark, der deutschlandweit eine besondere Vorreiterrolle einnimmt. Der Vogel- und Tierpark Abensberg gilt als erster Inklusionszoo Deutschlands. Hier erhalten Tiere mit körperlichen Einschränkungen, genetischen Besonderheiten oder angeborenen Fehlbildungen ein dauerhaftes Zuhause – gemeinsam mit gesunden Artgenossen.

Während Tiere mit Behinderungen in vielen Einrichtungen aufgrund fehlender Überlebenschancen oder aus züchterischen Gründen oft nicht dauerhaft gehalten werden, verfolgt der Tierpark Abensberg einen anderen Ansatz. Das Ziel ist nicht die Perfektion, sondern die Wertschätzung jedes einzelnen Lebewesens.
Zu den bekanntesten Bewohnern gehört die Ziege Downy, die aufgrund einer genetischen Besonderheit Merkmale aufweist, die mit dem Down-Syndrom beim Menschen vergleichbar sind. Trotz ihrer Einschränkung lebt sie problemlos in ihrer Herde und hat sogar bereits gesunden Nachwuchs bekommen. Ebenso lebt im Park das Lama Tammy, das ohne Oberkiefer geboren wurde und dennoch ein langes und erfülltes Leben führt. Auch ein Bennett-Känguru mit einer fehlenden Vorderpfote gehört zu den außergewöhnlichen Bewohnern des Parks.

Die Philosophie des Tierparks ist einfach und zugleich außergewöhnlich: Jedes Tier hat ein Recht auf Leben – unabhängig davon, ob es den Vorstellungen von Perfektion entspricht. Die Tiere werden nicht bemitleidet, sondern als selbstverständlicher Teil der Gemeinschaft betrachtet. Besucher erleben dadurch ganz nebenbei, was Inklusion bedeutet: Unterschiede gehören zum Leben dazu.

Auf einer Fläche von rund 2,8 Hektar leben etwa 300 Tiere aus rund 50 Arten. Neben Papageien, Greifvögeln, Eulen und Laufvögeln begegnen Besucher auch Kängurus, Lamas, Ziegen, Eseln, Ponys und vielen weiteren Tierarten. Einige Tiere bewegen sich frei im Park und ermöglichen besonders intensive Begegnungen.

Der Tierpark vermittelt dabei eine Botschaft, die weit über den Tierschutz hinausgeht. Er regt dazu an, den Blick auf Behinderung und Anderssein zu verändern. Inklusion bedeutet nicht, Unterschiede zu beseitigen, sondern sie als selbstverständlichen Teil unserer Gesellschaft anzuerkennen – bei Menschen ebenso wie bei Tieren.

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